
Der Roman "Jakob der Lügner", 1969 in der damaligen DDR geschrieben von Jurek Becker, erzählt die Geschichte des Juden Jakob, der im Ghetto zum Lügner wird, um den Ghettobewohnern mit fingierten Nachrichten aus der Aussenwelt Hoffnung zu geben uns sie zum Weiterleben zu ermutigen. In der von Jaap Achterberg eigens für die Bühne eingerichteten Fassung erzählt der Schauspieler in kurzweiligen anderthalb Stunden die ergreifende Geschichte, mit sicherem Gespür für die Vermeidung von Kitsch und Rührseligkeit. Und, wie es Jakob inmitten des Grauens selber formuliert: "Der Humor soll nicht zu kurz kommen."Mirco Rederlechner.